KW 36: Tegel-Hick-Hack, Erkennungsmerkmale von Islamisierung (neben Vollbart), Wildschwein Attacke am Kamener Weg

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Liebe Leser, das Tegel-Thema wird auch sein Ende haben, wir versprechen es. Aber jetzt ist erstmal Wahlkampf und da überschlagen sich die politischen Akteure freilich mit Meinungen, Ankündigungen und Vorschlägen. Schließen oder Offenhalten? Juristisch gesehen eigentlich keine Frage, da der Beschluss von allen Entscheidungsinstanzen schon vor über 20 Jahren gefasst wurde. Doch Veränderungen sind für die Deutsche Seele oft nur schwer zu ertragen; da wird lamentiert, abgewiegelt, vielleicht sogar gejammert. Und wir berichten tapfer. Viel Spaß also beim Lesen!

\ REINICKENDORF AKTUELL /

Das ewige Tegel-Hick-Hack. Die.Berliner CDU hat in der Vergangenheit viel Energie darauf verwendet, den Bürgern zu erklären, warum es gut und wichtig ist, TXL nach der Eröffnung des BER zu schließen. Vor einigen Wochen dann die Kehrtwende: Die Mitglieder der Partei haben entschieden, sich in Zukunft doch für eine Offenhaltung Tegels zu plädieren. Der Volkswille ist eben heilig. Allein, die wichtige Mitglieder der Partei besinnen sich nun kurz vor der Volksabstimmung wieder auf den ursprünglich Kurs. Neben den Bundestagsabgeordneten Kai Wegner und Frank Steffel , spricht sich auch die Kanzlerin dafür aus, die beschlossene Schließung durchzusetzen. tagesspiegel.de

FDP unterlieg: Berlin darf für Schließung von TXL werben. 1,2 Millionen Briefe will der Senat verschicken und will damit bei den Bürgern für ein „Nein“ zur Offenhaltung am 24. September werben. Der Druck und die Versandkosten in Höhe von 431.000 Euro sollen aus dem Landeshaushalt beglichen werden. Dagegen hatte die maßgeblich von der FDP getragene Initiative „Berlin braucht Tegel“ per Eilantrag geklagt.  Dieser wurde nun vom Verwaltungsgericht abgelehnt. morgenpost.de

Wie lassen sich radikale Islamisten erkennen? Dieser Frage ging das Bundeskriminalamt nach und hat nun an Berliner Haftanstalten ein Dokument verteilt, das den Beamten dabei helfen soll, Islamisierungen in Haft einzudämmen. Beispielsweise war es in der JVA Tegel zu einer solchen gekommen: Mohamed A. war ursprünglich wegen schweren Raubes in Haft gekommen und kündigte dann aus dem Gefängnis heraus Terroranschläge an. Unter anderem können Herkunftsländer, äußere Erscheinungen undNamensänderungen Warnsignale sein. Auch die Logos bekannter dschihadistischer Organisationen enthält das Dokument. bz-berlin.de

CDU Reinickendorf fälscht Unterschrift der Kanzlerin. So könnte eine Schlagzeile lauten, wenn man die Ereignisse von vergangener Woche überspitzen wollte. Und da das Überspitzen von Ereignissen in den letzten Jahren zur Kerndisziplin journalistischer Arbeit geworden zusein scheint, haben wir das mal so aufgeschrieben. Tatsächlich fanden Reinickendorfer einen Brief der Kanzlerin in ihren Briefkästen, in dem sie darum bittet, ihre Erststimmen dem CDU-Kandidaten Frank Steffel zu geben. Leider war dieser Brief nicht mit Angela Merkel abgestimmt; ihre Unterschrift steht trotzdem darunter. tagesspiegel.de

TXL: „Lehren“ aus München. Auch die süddeutsche Metropole hatte einen Stadtflughafen; es gab seierzeit Diskussionen über seine Schließung (Riem wurde geschlossen und nicht wieder in Betrieb genommen). Ein Vergleich mit Tegel bietet sich an, ist jedoch nicht stichhaltig, wie der Tagesspiegel selbst einsieht. Dennoch versucht er einen Vergleich. Ergebnis: Tegel kann nicht mit Riem verglichen werden. tagesspiegel.de

Tobsucht am Wilhelmsruher Damm. Ein 19-Jähriger bedrohte Samstagnacht die angestellte einer Tankstelle sowie einen Kunden. Als die Polizei eintraf, bewarf er die Beamten mit einer Flasche und setzte sich gegen seine Festnahme zur Wehr. Auf dem Rücksitz des Polizeiautos schlug er seinen Kopf gegen die Scheibe, zog sich Gesichtsverletzungen zu. Eine Behandlung der Wunden lehnte er ab. berlin.de/polizei

Mit den Falschen angelegt. Der Überfall ging schief: Am Samstag betraten zwei Männer einen Laden in der Gotthardstraße und gaben vor, eine Packung Kaugummis kaufen zu wollen. Als der Angestellte die Kasse öffnet, schlug einer der beiden diesem vor die Brust und griff hinein. Mit der Beute flüchteten die Beiden und stoppten ihren Verfolger mit Pfefferspray. Doch auch der Ladeninhaber hatte die Tat bemerkt und folgte dem Duo mithilfe des Autos eines Passanten, der seine Hilfe anbot. Sie konnten einen der Räuber dingfest machen, wiederum durch die Hilfe eines weiteren Zeugen. Sie hielten den 23-Jährigen fest und riefen die Polizei, die das Beutegeld und das Reizgas sicherstellte. berlin.de/polizei

 

\ ZAHL DER WOCHE /

Im Jahr 1996 beschlossen die Länder Berlin und Brandenburg, TXL zu schließen, sobald der neue Flughafen gebaut und eröffnet wurde. Der Bund bekennt sich nun zu diesem Beschluss. Am 24. September findet neben der Bundestagswahl in Berlin auch ein Volksentscheid statt. tagesspiegel.de

\ STADTLEBEN /

Reinickendorf im Videoporträt. Chillout-Musik, Sonnenuntergänge, Pastellfarben. Das „Videoporträt“ des Nordens, das die Morgenpost veröffentlicht hat, könnte auch als Image-Video des Reinickendorfer Rathauses durchgehen. Wir erfahren, dass der Tegeler See zum „Lebensgefühl“ in Tegel dazugehört und dass es in Reinickendorf schön sauber und ruhig ist. Trotzdem könne man wahrheitsgemäß angeben, in Berlin zu leben. morgenpost.de

Wildschwein Attacke am Kamener Weg. Die Opfer waren Rentner Willi und sein Hund Erik. Der Vierbeiner war für eine Minute im Wald verschwunden, als sein Herrchen ihn plötzlich jaulen hörte. Der kleine Airedale hatte einen 150-Kilo-Keiler geweckt – das Wildschwein sah sich einem Verwandten seines Urfeindes – dem Wolf – gegenüber. Der Hund wurde durch die Luft geschleudert und erlitt eine klaffende Bauchwunde, als Herrechen zu Hilfe kommen wollte, verpasste der Schwarzkittel auch ihm eine gefährliche Wunde im Oberschenkel. Beide überlebten, der Eber wurde später vom Stadtjäger erschossen. bz-berlin.de

Verhalten bei Antreffen eines Wildschweins: Hunde nicht in die Nähe der Tiere kommen lassen, denn sonst kommt es fast unausweichlich zum Kampf. Nicht dazwischen gehen, wenn Hund und Schwein sich keilen (auch wenn es schlecht aussieht für das eigene Tier). Beim Spazierengehen etwas Lärm machen, um die Schweine zu warnen.

Pop-up Cinema: Damiana Kryygi. Argentinischer Dokumentarfilm über das Schicksal eines Mädchens der indigenen Gruppe der Aché, die ein Massaker überlebte und in eine „Irrenanstalt“ eingewiesen wurde. Der Eintritt ist frei. Donnerstag, 7. September, 20 Uhr, Humboldt-Bibliothek. berlin.de
Geht ab: Hammond Grooves. „Moderner Souljazz von drei hippen Jungs mit originalem Hammond Orgel-Sound.“ Donnerstag, 7. September, 20 Uhr im Loci Loft. loci-loft.de

Wir wünschen Ihnen eine Woche der guten Laune! Wenn es was zu kommentieren gibt, bitte auf reinickendorf-journal.de erledigen.

„Ich habe Zweifel, dass die Tegel-Offenhaltung richtig ist.
Reinickendorfer CDU-Politiker Frank Henkel zur Frage Nummer Eins im Bezirk.
tagesspiegel.de

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